Fotos aus Stockholm, der Hauptstadt Schwedens; Menschen winken vom Skeppsbrokai dem Nachbau der Götheborg von Schweden bei der Ausfahrt zu.

[2506-2-AvnqMiVp4U] Fotos aus Stockholm, der Hauptstadt Schwedens; Menschen winken vom Skeppsbrokai dem Nachbau der Götheborg von Schweden bei der Ausfahrt zu. © Christoph Bellin Spuren: Peter Weiss "Die Ästhetik des Widerstands" Im III. Band wird u. a. die illegale Parteiarbeit der Kommunistin Charlotte Bischoff beschrieben, die für die Rote Hilfe in Stockholm Kommunisten betreute – im Juni 1941 verließ Bischoff auf einem Frachtschiff als blinde Passagierin Stockholm Richtung Berlin (wo sie bis 1945 im Untergrund lebte). S. 938: „Um ein Uhr nachts war sie mit Svärd zum Skeppsbrokai gegangen. Dies war die geeignete Stunde zum Betreten des Schiffs gewesen. [ ….] Unterm Seemannsanzug trug sie zwei Kleider und doppelte Unterwäsche. Eine Schirmmütze bedeckte ihr kurzgeschnittenes Haar. Um ihren Hals war ein Wollschal gewickelt. In den Saum der Kleider waren chiffrierte Mitteilungen eingenäht, Texte für Flugblätter auf Mikrofilm, siebenhundert Reichsmark und deutsche Lebensmittelkarten. In spätestens vier Wochen würde sie in Berlin sein.“ mehr anzeigen
Stockholm ist sowohl Sitz des schwedischen Parlamentes als auch der schwedischen Regierung. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich Stockholm zu einer wichtigen Handelsstadt, was vor allem durch Verträge mit der Hansestadt Lübeck gefördert wurde. Die Hanse kontrollierte den schwedischen Überseehandel vom 13. bis ins 17. Jahrhundert. Im Mittelalter bestand ein erheblicher Teil der Stockholmer Bürgerschaft aus Deutschen und von 1296 bis 1478 wurde der 24-köpfige Rat der Stadt paritätisch aus deutschsprachigen und schwedischsprachigen Stadtbürgern besetzt. Im 17. Jahrhundert stieg Schweden zur Großmacht auf. 1634 wurde Stockholm offiziell zur Hauptstadt des schwedischen Reiches. Nach dem politischen Aufstieg folgte diesem Ereignis bald auch der wirtschaftliche Aufstieg der Stadt. Stockholm erhielt das Stapelrecht und damit das Monopol für den Handel zwischen dem Ausland und Svealand, Norrland und Österbotten (heutiges Finnland). In dieser Zeit entstanden auch einige der großen Bauten und Paläste, die die Macht des Landes und seines Adels symbolisieren sollten, wie zum Beispiel Riddarhuset, das Oxenstiernasche Palais, das Tessinsche Palais und die alte Reichsbank. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts nahm die wirtschaftliche Bedeutung Stockholms weiterhin ab. Norrköping wurde zur größten Manufakturstadt und Göteborg entwickelte sich aufgrund seiner günstigen Lage am Kattegat zum wichtigsten Exporthafen Schwedens. Auf einer Fläche von 187 km² leben ca. 950 000 Menschen.

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