Eibenstock ist eine Stadt im sächsischen Erzgebirgskreis.

[1197-HVwTxHswfJ] Eibenstock ist eine Stadt im sächsischen Erzgebirgskreis. © Christoph Bellin Als Ursprung des Namens wird die Bezeichnung für einen „Ort am Eibenstöckicht bzw. Eibenholz“ angenommen. Stadtrecht erhielt Eibenstock um die Mitte des 15. Jahrhunderts. 1532 wurde der Ort als „Marktflecken“ und 1555 als „Städtlein“ bezeichnet. Marktrecht erhielt die nunmehrige Stadt erst 1639. 1734 gab es das erste Mal einen Fischmarkt, bei dem frischer Fisch aus Hamburg(!) verkauft wurde. 1775 wurde in Eibenstock die Tambourstickerei eingeführt, sodass die Stickerei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor Eibenstocks wurde. mehr anzeigen
1850 gab es sechs Stickereibetriebe und 1858 kam die erste Stickmaschine zum Einsatz. Die Stickereien wurden in der ganzen Welt berühmt, sodass die USA von 1891 bis 1908 ein Konsulat in der Stadt für die Pflege ihrer Geschäftsbeziehungen unterhielten. Im Ersten Weltkrieg brach das Stickereiwesen zusammen und erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges konnte sich die Stickereiindustrie wieder etablieren. Kleine Stickereibetriebe schlossen sich zunächst zu Genossenschaften zusammen, wie die Produktionsgenossenschaften des Handwerks (PGH) Sticktex oder die Eibenstocker Buntstickerei. 1972 wurden die PGH in volkseigene Betriebe (VEB) umgewandelt. Der Auersberg gehört mit zum Stadtgebiet - auf dem 1018 m hohen Berg steht ein Hotel sowie Aussichtsturm - 1983 ließ das Ministerium für Staatssicherheit der DDR etwas unterhalb des Gipfels eine Radarstation (A-Turm) errichten - nach der sogen. Wende wird es von der Deutschen Flugsicherung genutzt. Das Rathaus von Eibenstock wurde 1907 im Jugendstil errichtet - Architekt Stadtbaumeisters Arthur Lützner. Die neoromanische Kirche wurde 1868 geweiht. Die Stadt Eibenstock hat eine Fläche von 112,2 km² und ca. 7100 EinwohnerInnen.

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